Adaptives Management maritimer Infrastrukturvorfälle (AMARI)
Die Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung durch maritime Kritische Infrastrukturen gewinnt aufgrund steigender Komplexität und zunehmender Abhängigkeiten an Bedeutung. Aktuelle Krisenlagen sind immer häufiger durch hohe Dynamik, Unsicherheit und sektorenübergreifende Wechselwirkungen geprägt. Hierdurch stoßen bestehende Krisenmanagementprozesse an ihre Grenzen, insbesondere hinsichtlich der Abstimmung zwischen Behörden und Infrastrukturbetreibern, der Flexibilität klassischer Stabsstrukturen sowie der Anpassungsfähigkeit von Entscheidungsprozessen an neuartige, entgrenzte oder auch hybride Krisenszenarien. Diese Defizite können zu Verzögerungen, Informationsverlusten und ineffizienten Reaktionen führen und damit die Versorgungssicherheit beeinträchtigen. AMARI zielt darauf ab, das organisations- und sektorenübergreifende Krisenmanagement zum Schutz dieser Infrastrukturen systematisch zu erforschen und weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Behörden und Infrastrukturbetreiber bei komplexen maritimen Vorfällen koordinierter und effektiver zusammenarbeiten können.
Ziel des Teilvorhabens „Krisenmanagement im maritimen Kontext: Prozesse, Strukturen und Kooperation“ ist die wissenschaftlich fundierte Untersuchung und Optimierung von Krisenmanagementprozessen in der Zusammenarbeit zwischen staatlichen Akteuren und Betreibern maritimer Kritischer Infrastrukturen. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Analyse bestehender Abläufe, Kommunikationspraktiken und Entscheidungsstrukturen, die Identifikation von Schnittstellenproblemen und strukturellen Schwachstellen sowie die Entwicklung innovativer Ansätze für flexible, moderne Krisenmanagementstrukturen. Das Teilvorhaben verfolgt einen explizit forschungsorientierten Ansatz, indem es organisationswissenschaftliche und systemanalytische Methoden kombiniert, um die Funktionslogiken hinter komplexen interorganisationalen Krisenbewältigungsprozessen zu verstehen und wo möglich weiterzuentwickeln.
Aufgabe des Fachgebiets Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit (BuK)
Das Hauptaugenmerk liegt auf einem explizit forschungsorientierten Ansatz, indem organisationswissenschaftliche und systemanalytische Methoden kombiniert werden, um die Prozesse der interorganisationalen Kooperation im Krisenmanagement zu verstehen und weiterzuentwickeln.
Zur Erreichung dieser Ziele werden bestehende Krisenmanagementprozesse systematisch erhoben und analysiert, Koordinations- und Entscheidungsmechanismen untersucht und darauf aufbauend Modelle für flexible Stabsstrukturen entwickelt. Diese Modelle sollen insbesondere die Einbindung externer Akteure verbessern und eine schnellere, abgestimmte Reaktion in dynamischen Krisensituationen ermöglichen. Als wesentliches Ergebnis wird ein konzeptioneller und modellhafter Rahmen erwartet, der sowohl identifizierte Schwachstellen adressiert als auch konkrete Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung von Krisenmanagementstrukturen im maritimen Kontext bietet.
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